»Mit beiden Händen den Himmel stützen«

»Mit beiden Händen den Himmel stützen«Lilli Tollkien

Lale kommt in ein Leben, das sie nicht schützt. Westberlin in den achtziger Jahren, Männerkommune, politische Parolen, Musik von Ton Steine Scherben und Einstürzende Neubauten. Für die Erwachsenen ein Experiment, für das Kind ein Gelände ohne Halt. Sie darf alles und hat nichts. Freiheit kippt in Vernachlässigung, Nähe in Übergriff.

Lilli Tollkien bleibt nah an Lales Blick. Sie registriert, was geschieht, ohne es sofort zu erklären. Gerade daraus entsteht die Wucht. Man liest und versteht oft einen Moment zu spät. Schule wird zum Zufluchtsort, Sprache zum Rettungsversuch.

Später beginnt Lale, ihre Geschichte selbst zu ordnen. Nicht als Heilung, eher als präzises Erinnern. Lilli Tollkien schreibt klar, ohne Schonung, und findet eine Form, in der Schmerz und Selbstbehauptung nebeneinander stehen. Ein Roman, der sich nicht anbiedert und gerade deshalb lange bleibt.

1catchChristoph Bussehttps://geistesblueten.buchkatalog.de/mit-beiden-haenden-den-himmel-stuetzen-9783351042844booksZum Buch von ...Lilli Tollkien»Mit beiden Händen den Himmel stützen«https://geistesblueten.buchkatalog.de/mit-beiden-haenden-den-himmel-stuetzen-9783351042844https://geistesblueten.com/wp-content/uploads/2025/10/Cover-Mit-beiden-Haenden-den-Himmel-stuetzen.jpg