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Demnächst
Ein Mietshaus, zwei Höfe, ein Kastanienbaum – und ein Geflecht aus Leben, die Wand an Wand verlaufen, sich berühren, auch verfehlen. Da ist Maja, die im Hinterhaus lebt und zwischen Schreibkrise, dem komplizierten Liebeschaos ihres besten Freundes und der Angst um ihre todkranke Freundin versucht, nicht im eigenen Alltag zu versinken. Unter ihr, wo noch vor Kurzem das Schreien einer Nachbarin die Polizei auf den Plan rief, wagt Jürgen mit seinem jüngeren Partner einen Neuanfang – und muss sich zugleich mit einer Tochter auseinandersetzen, die Besitzansprüche und alte Verletzungen mitbringt. Im Vorderhaus flüchtet sich indessen ein Ehepaar in Fantasien von einem aufregenderen Leben, während der alleinerziehende Kay nachts seinem bisherigen nachhängt. Ihre Kämpfe um Liebe, um Anerkennung, um Identität führen sie alle hinter geschlossenen Türen. Und doch dringen ihre Geschichten durch Wände und Fenster, mischen sich im Hof, im Treppenhaus, bei den Mülltonnen, wo unerwartete Verbindungen entstehen.
Maja Zade erzählt von einem Haus als Mikrokosmos einer Stadt – und von Menschen, die nebeneinander existieren und sich doch unausweichlich prägen. Ein vielstimmiger Roman über Nähe und Distanz, über das Altern, Begehren und die fragile Hoffnung, dass aus bloßer Nachbarschaft so etwas wie Verbundenheit erwachsen kann.
Gespräch
Maja Zade
»Wand an Wand«
Ort: Schaubühne am Lehniner Platz
Kurfürstendamm 153
10709 Berlin
Donnerstag, 17.09.2026 20:00
Einlass: 19:30
Preis: Schaubühne
Im Frühsommer 1940 trieb die Wehrmacht Flüchtlinge durch Westeuropa. Wer es nicht per Schiff nach England schaffte, suchte Zuflucht in Lissabon. Die Einwohner – es war längst warm geworden – wunderten sich über die vielen Wollkleider und dicken Mäntel. Tausende warteten im neutralen Portugal auf ein Schiff. Britische Spione und deutsche Agenten belauerten sich, Rohstoffeinkäufer suchten große Mengen an Sardinen für Hitlers Heer zu kaufen und wichtiger noch: das seltene und nicht zu ersetzende Wolfram für Granaten.
Alexander Smoltczyks packende Erzählung folgt den Schicksalen von Josephine Baker, Otto von Habsburg, Salvador Dalí, Heinrich Mann, Hannah Arendt, Marc Chagall, Peggy Guggenheim, Lion Feuchtwanger, Alfred Döblin, Ian Fleming, Antoine de Saint-Exupéry, Jean Renoir, Arthur Koestler, Man Ray und vielen anderen.
Das Gespräch mit dem Autor führt Christian Dunker.
Die Geistesblüten haben Ihren Sitz am Walter-Benjamin-Platz in Charlottenburg, dem Ort seiner »Berliner Kindheit um 1900«. Sein Fluchtversuch aus Nazideutschland, um von Lissabon nach Amerika zu gelangen, endete tragisch im Grenzörtchen Portbou am Fuße der Pyrenäen. Die mutige, tapfere Lisa Fittko hatte ihn – in der Hoffnung, dass er es ab da allein weiter schaffen würde – bis zur hochliegenden Grenze begleitet. Am 25.9.1940 kam er in Portbou an, wo ihn die spanische Polizei aufgriff und drohte ihn nach Frankreich, und damit der Gestapo, auszuliefern, weil ihm der Ausreisestempel fehlte. In der Nacht nahm sich Walter Benjamin das Leben. Jeglicher Hoffnung beraubt.
An seinem Grab liegen immer frische Blumen. Wir waren dort; sein Schicksal und das der anderen ist dort nicht vergessen. Das Mahnmal des israelischen Künstlers Dani Karavan… eindrucksvoll.
Bisher waren unsere Bemühungen erfolglos, dass der Berliner Walter Benjamin an dem Platz, der seinen Namen trägt, mit einer Bild-/Texttafel offiziell gewürdigt wird. Es wäre so leicht, das Walter-Benjamin-Archiv befindet sich in der Akademie der Künste. In der Akademie werden auch seine Briefe aus dem Pariser Exil an die elementaren Freunde Gretel und Theodor W. Adorno aufbewahrt.
Gespräch
Alexander Smoltczyk
Buchpremiere »Lissabon 1941. Stadt der Spione, Hafen der Hoffnung«
Ort: Botschaft von Portugal
Kurfürstenstr. 57
10785 Berlin
Dienstag, 22.09.2026 18:00
Einlass: 17:30
Preis: auf der Website der Botschaft
Seit dem 7. April taucht die siebenköpfige Jury in die spannendsten Geschichten des Jahres ein: 180 Romane von 106 Verlagen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz stehen auf dem Prüfstand.
Bis zum 11. März 2026 konnten die Verlage jeweils zwei deutschsprachige Romane aus ihrem aktuellen oder kommenden Programm ins Rennen schicken. Darüber hinaus durften sie bis zu fünf weitere Titel empfehlen. Und falls die Jury das Gefühl hat, dass auf der Liste noch ein Must-Read fehlt, können weitere Romane nachnominiert werden.
Am 11. August veröffentlicht die Jury die Longlist mit 20 Titeln, die das Rennen um den Deutschen Buchpreis 2026 fortsetzen.
Am 8. September steht die Shortlist mit den sechs Finalist:innen fest.
Am 17. September sind die Autor:innen der sechs nominierten Romane in die Berliner Urania eingeladen. Gemeinsam mit Shelly Kupferberg und Christian Dunker sprechen sie über die letzten Meter bis zum Finale, über ihre Romane, ihre Figuren, kreative Wendepunkte – und über etwas, das wir heute noch nicht verraten.
Am 5. Oktober 2026 wird im Kaisersaal des Frankfurter Römers der Deutsche Buchpreis zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse verliehen. Dort entscheidet sich, welcher Roman die Jury in diesem Jahr am meisten überzeugt hat.
Gespräch
Die Finalistinnen und Finalisten
Shortlist Deutscher Buchpreis 2026
Ort: In der Urania
Mittwoch, 23.09.2026 19:00
Einlass: 18:00
Preis: Demnächst auf der Website der Urania
Was bedeutet radikaler Humanismus?
Gibt es Grenzen der Einfühlung in andere? Wozu verpflichtet uns die Erinnerung an die Geschichte? Gibt es Grenzen der Pflicht, im Namen der Menschenrechte zu sprechen? Oder darf nichts uns daran hindern, die anderen als Teil des universalen Wirs wahrzunehmen? Carolin Emcke stellte sich diese Fragen bereits vor dem 7. Oktober und Gaza. Aber seither sind sie noch dringlicher. Es geht letztlich um die existenzielle Frage: Was zählt ein Mensch?
Seit über 20 Jahren reist Carolin Emcke nach Israel-Palästina. Zuletzt war sie dort, um mit Menschen aus Bee’ri oder Jenin, aus Tel Aviv oder Ramallah zu sprechen – und die toten Winkel der Empathie im hiesigen Diskurs auszuleuchten.
Gespräch
Carolin Emcke
Buchpremiere »Was zählt ein Mensch?«
Ort: Schaubühne am Lehniner Platz
Kurfürstendamm 153
10709 Berlin
Mittwoch, 23.09.2026 19:30
Einlass: 19:00
Preis: Schaubühne
Warum gelten plötzlich so viele Kinder als hochbegabt? Weshalb sprechen Tech-Eliten, KI-Vordenker und politische Influencer unablässig über IQ, Leistung und kognitive Überlegenheit? Und warum scheint Intelligenz heute mehr denn je darüber zu entscheiden, wer dazugehört und wer nicht?
In einem Abend zwischen Philosophie, Neurowissenschaft und Gegenwartskultur treffen zwei Stimmen aufeinander, die den Begriff Intelligenz radikal neu betrachten.
Die Philosophin und Digitalethikerin Gisela Schmalz zeigt, wie der IQ vom Messinstrument zum Machtinstrument wurde. Sie verfolgt, wie Politik, Wirtschaft und Technologie den Begriff „Intelligenz“ benutzen, um Menschen zu bewerten, zu sortieren und gesellschaftliche Ordnung zu legitimieren. Zwischen Bildungspolitik, KI-Hype und Silicon-Valley-Ideologien stellt sie die entscheidende Frage: Was verlieren wir, wenn menschliche Fähigkeiten nur noch in Zahlen übersetzt werden?
Mit Mario de la Piedra Walter setzen wir das Gespräch aus unserer No. 26 fort. Er leuchtet uns den Weg ins kreative Gehirn. Der Neurologe und Autor beschreibt Kreativität nicht als mystisches Genie, sondern als ein offenes Zusammenspiel aus Erinnerung, Emotion, Sprache und Zufall. Seine Gedanken bewegen sich zwischen Krankenhausfluren, neuronalen Netzwerken, Borges, Frida Kahlo und den großen Fragen unserer Zeit: Wie entstehen Ideen? Warum erzählen wir Geschichten? Und weshalb bleibt das Menschliche selbst dort unberechenbar, wo Maschinen längst mithören und mitlernen?
Zwischen Black Mirror, Neurobiologie und Gesellschaftsanalyse entsteht ein Abend über die Sehnsucht nach Kontrolle, die Vermessung des Denkens und die vielleicht wichtigste Frage überhaupt: Was macht uns eigentlich menschlich?
Ein Gespräch über IQ-Kult, künstliche Intelligenz, Kreativität und die Grenzen dessen, was sich messen lässt. Für alle, die wissen wollen, warum wir denken, wie wir denken und warum uns das gerade jetzt beschäftigen sollte.
Gespräch
Gisela Schmalz und Mario de la Piedra Walter
»Fetisch Intelligenz«
Ort: In der Urania Berlin
Freitag, 25.09.2026 19:30
Einlass: 19:00
Preis: Preis: 8 €, ermäßigt: 5 €, Mitglieder: 3 €
Saba-Nur Cheema und Meron Mendel bringen seit Jahren Menschen mit grundverschiedenen Ansichten ins Gespräch. Ihre Erfahrung zeigt: Nicht die Kontroverse ist das Problem unserer Gegenwart, sondern eine übersteigerte gesellschaftliche Sensibilisierung, die jede Differenz als Gefahr oder Verletzung erfährt. Boykottaufrufe, die Forderung nach Safe Spaces in öffentlichen Räumen und die Politisierung von Gefühlen verunmöglichen eine produktive Auseinandersetzung und untergraben das demokratische Miteinander.
»Die Empörungsfalle« zeigt eindrücklich, wie eine widerstandsfähige Debattenpraxis möglich bleibt – eine Kultur, die Konflikte aushält, Ambivalenzen zulässt und das Gegenüber als mündigen Gesprächspartner ernst nimmt.
Gespräch
Saba-Nur Cheema und Meron Mendel
Buchpremiere »Die Empörungsfalle«
Ort: Schaubühne am Lehniner Platz
Kurfürstendamm 153
10709 Berlin
Dienstag, 06.10.2026 20:00
Einlass: 19:30
Preis: Schaubühne
Highlights
»Demokratie und Freiheit stehen auf dem Fundament gemeinsamer kultureller Werte und historischer Erinnerungen«, heißt es im Grundsatzprogramm der AfD. Doch von gemeinsamen Werten kann nicht die Rede sein: Vertreterinnen und Vertreter der Partei beweisen immer wieder, dass sie für den freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat nur Verachtung übrighaben. Sie setzen alles daran, ihn lächerlich zu machen, zu untergraben und letztlich zu zerstören.
Um den Demokratiefeinden das Handwerk zu legen, muss man verstehen, wie sie es anstellen, Fakten zu verbiegen, mit Lügen zu verwässern und auf ihre Mühlen zu lenken. Ruth Hoffmann nimmt im Gespräch mit dem Juristen und Politologen Bijan Moini fünf Schlagworte unter die Lupe, die mittlerweile zum propagandistischen Tafelsilber der Neuen Rechten gehören: Nation, Freiheit, Familie, Demokratie und Widerstand. Alle fünf sind aufgeladen mit Emotionen und Symbolik aus 200 Jahren deutscher Geschichte. Alle fünf wurden durch rechte Populistinnen und Populisten systematisch umgedeutet und dienen nun als Vehikel für deren immer gleiche rassistische, sexistische und ausgrenzende Botschaften.
Moderiert von Christian Dunker (Geistesblüten) sezieren Ruth Hoffmann und Bijan Moini die Methoden rechter Aneignung und zeigen, welche Geschichten und Menschen in Wirklichkeit hinter den gekaperten Begriffen stehen. Ein Debattenbeitrag, der Lust macht, das zu verteidigen, worauf wir stolz sein können – und sein sollten: unsere demokratische und offene Gesellschaft.
Gespräch
Ruth Hoffmann und Bijan Moini
»Wie die Rechte unsere Werte kapert«
Ort: In der Urania Berlin
Donnerstag, 11.06.2026 19:30
Preis: Preis: 8 €, ermäßigt: 5 €, Mitglieder: 3 €
Es werden also weniger Lesungen im klassischen Sinne sein, viel mehr Erkundungen mit ungewissem Ausgang. Die Villa Elisabeth ist ein inspirierender Ort, wo unterschiedlichste Formate und Genres sich begegnen, wo Unbekanntes zueinander findet oder aus Reibung Neues entsteht, oft vollkommen unbeabsichtigt. Ein vielversprechendes Match, dass Joachim Meyerhoff hier ins Ungewisse startet.
Lesung
Joachim Meyerhoff
»Es geht endlich weiter...Alle Toten fliegen hoch« – Neue Texte 6
Ort: Villa Elisabeth Invalidenstr. 3 10115 Berlin
Samstag, 06.06.2026 19:30
Preis: 24 €, erm. 20 €
Am 4. Juni um 19 Uhr liest Daniela Dröscher in der Mittelpunktbibliothek Treptow aus ihrem viel beachteten Roman »Lügen über meine Mutter«. Durch den Abend führt Christian Dunker von @geistesbluetenmag. So geht die Leseaktion »Berlin liest ein Buch« von radioeins, rbbKultur und dem Deutschen Bibliotheksverband e. V. gemeinsam mit dem Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlin in die nächste Runde.
Im Zentrum des Romans steht eine Familie, in der sich alles um den Körper der Mutter dreht. Ist sie zu dick, muss sie abnehmen, ist sie schuld am vermeintlichen Scheitern des Vaters? Was wie eine private Geschichte beginnt, entfaltet sich zu einer präzisen und berührenden Analyse von Macht, Fürsorge und subtiler Gewalt im Innersten der Familie. Daniela Dröscher erzählt aus der Perspektive der Tochter Ela vom Aufwachsen im Hunsrück der 1980er Jahre und davon, wie sehr gesellschaftliche Normen und Erwartungen selbst intimste Beziehungen prägen.
»Lügen über meine Mutter« ist zugleich liebevoll und schonungslos. Der Roman wirft einen genauen Blick auf die Beziehung zwischen Mutter und Tochter und macht sichtbar, wie eng persönliche Erfahrungen mit größeren gesellschaftlichen Fragen verwoben sind. Es geht um Verantwortung und Abhängigkeit, um die Frage, was gute Eltern ausmacht und wie Kinder lernen, ihre eigene Wahrnehmung ernst zu nehmen.
Daniela Dröschers Sprache ist klar und eindringlich, ihr Blick scharf für die Mechanismen von Scham, Anpassung und Widerstand. Dabei gelingt ihr eine Geschichte, die weit über das Private hinausweist und viel über die Gesellschaft erzählt, in der wir leben.
Gespräch
Daniela Dröscher
»Lügen über meine Mutter«.
Ort: Mittelpunktbibliothek Köpenick
Alter Markt 2
12555 Berlin
Donnerstag, 04.06.2026 19:00
Preis: Bitte in der Bibliothek anmelden
Anne Berest (hier fotografiert von Pascal Ito) schreibt Bücher, als würde sie durch Familiengeheimnisse spazieren und dabei en passant die Geschichte Frankreichs neu sortieren. Nach dem überwältigenden Erfolg von »Die Postkarte« wendet sie sich nun in »Vatertage« der bretonischen Heimat ihres Vaters zu; dem »Finistère«, wie der französische Originaltitel heißt. Das ›Ende der Welt‹, ein Titel wie Wind gegen Fensterscheiben. Wie Salz auf der Haut. Wie ein unaufschiebbares Ziel. Aus der Pariser Vorstadt macht sich Anne Berest auf den Weg nach Saint Pol de Léon. In der Gegend wohnen sture, schweigsame Männer, die ihre politischen Kämpfe hinter sich haben. Was Anne daraus macht, ist kein nostalgischer Familienroman. Sie manövriert uns hochintelligent durch das 20. Jahrhundert: Bauernkooperativen, deutsche Besatzung, das zerstörte Brest, Mai 68, trotzkistische Studentenabende im Quartier Latin. Zu Männern, die nie gelernt haben, »Ich liebe dich« zu sagen. Und zu Frauen, die trotzdem jedes Schweigen entziffern.
Wieder interessiert sich Anne Berest für das, was sie die »unsichtbaren Übertragungen« nennt. Was tragen wir in uns weiter, ohne es zu wissen. Politische Ideale. Scham. Zärtlichkeit. Wut. Die Art, einen Raum zu verlassen. Die Art, nicht zu sprechen. Das klingt theoretisch, bis Sie lesen, wie sie über Gespenster in unseren Stimmen schreibt.
Und dann ist da noch diese unwiderstehliche Berest-Mischung aus Intellekt und Glamour. Archive, alte Notizhefte, Familienfotos, jüdische Mystik, Bretonen mit rauen Händen, Pariser Cafés, das Licht am Atlantik. Man liest sie und möchte sofort mit ihr nachts durch Montparnasse laufen, während sie erklärt, warum Herkunft nie vergeht, egal wie weit man sich entfernt. Sie merken schon, Anne Berest schreibt nicht wie jemand, der die Vergangenheit monumentalisieren will. Sie schreibt wie jemand, der noch mitten in ihr lebt. Dabei interessiert sie sich nicht für endgültige Wahrheiten, sondern für die feinen Risse zwischen Vätern und Töchtern, zwischen Provinz und Hauptstadt, zwischen Erinnerung und Erfindung. Für all das, was Menschen voneinander trennt und trotzdem verbindet.
Wir freuen uns sehr auf den Abend mit Anne Berest, durch den Niklas Maak führt und an dem Inga Busch aus der deutschen Übersetzung von Michaela Meßner und Amelie Thoma liest.
Die Berlinpremiere von »Vatertage« ist eine Kooperation der Geistesblüten mit dem Eternithaus und dem Berlin Verlag.
(Keine Abendkasse!)
Klicken Sie sich in die Buchpremiere von »Die Postkarte« (2023) in den Geistesblüten…
Lesung
Anne Berest
»Vatertage«
Ort: EXTERN - siehe Eintrittskarte
Dienstag, 02.06.2026 19:00
Preis: 15,00 Euro
Es werden also weniger Lesungen im klassischen Sinne sein, viel mehr Erkundungen mit ungewissem Ausgang. Die Villa Elisabeth ist ein inspirierender Ort, wo unterschiedlichste Formate und Genres sich begegnen, wo Unbekanntes zueinander findet oder aus Reibung Neues entsteht, oft vollkommen unbeabsichtigt. Ein vielversprechendes Match, dass Joachim Meyerhoff hier ins Ungewisse startet.
Lesung
Joachim Meyerhoff
»Es geht endlich weiter...Alle Toten fliegen hoch« – Neue Texte 5
Ort: Villa Elisabeth Invalidenstr. 3 10115 Berlin
Dienstag, 12.05.2026 19:30
Preis: 24 €, erm. 20 €
Im Januar 1919 durften Frauen in Deutschland auf nationaler Ebene das erste Mal wählen und gewählt werden. Diese Teilhabe fiel nicht vom Himmel. Sie war das Ergebnis eines langen, konfliktreichen und oft widersprüchlichen Kampfes, der weit ins 19. Jahrhundert zurückreicht und in dem Frauen sich Rechte, Räume und politische Sprache gegen massive Widerstände erkämpften.Bianca Walther und Stefanie Lohaus reden über die Geschichte und Gegenwart feministischer Bewegungen – über Pionierinnen, Backlashes und Weiterentwicklungen. Durch den Abend führt Christian Dunker von den Geistesblüten.
Bianca Walther, Historikerin und Autorin von „Die Vorkämpferinnen“ (S. Fischer), rekonstruiert in ihrer Arbeit die Netzwerke der ersten deutschen Frauenbewegung zwischen 1848 und der Weimarer Republik. Sie zeigt, wie Figuren wie Helene Lange, Minna Cauer, Alice Salomon oder Clara Zetkin nicht isoliert agierten, sondern in dichten politischen, sozialen und persönlichen Beziehungen standen. Auf Instagram spricht sie @Frauenvondamals über Frauen und LGBIQ. Man merkt sofort wie viel zeigt Gegenwart in diesen Biografien steckt.
Stefanie Lohaus aka @slow_house, Journalistin, Mitgründerin des Missy Magazine und Autorin von „Stärker als Wut“ (Suhrkamp 2023) verbindet feministische Theorie, politische Analyse und persönliche Erfahrung zu einer Diagnose gegenwärtiger Ungleichheiten. Ihre Perspektive öffnet den Blick auf die Frage, wie aus individueller Erfahrung politische Energie wird und warum Wut auch ein Ausgangspunkt für Veränderung sein kann. Im Gespräch treffen historische Tiefenbohrung und Gegenwartsanalyse aufeinander. Es geht um die ersten Parlamente mit Frauenstimmen und um die Frage, warum Repräsentation nie selbstverständlich bleibt. Und um die emotionalen und gesellschaftlichen Kosten für all das.
Gespräch
Bianca Walther und Stefanie Lohaus
»Die Vorkämpferinnen«
Ort: Urania
Ander Urania 17
10787 Berlin
Donnerstag, 07.05.2026 19:30
Preis: 8 €, ermäßigt: 5 €, Mitglieder: 3 €
Es werden also weniger Lesungen im klassischen Sinne sein, viel mehr Erkundungen mit ungewissem Ausgang. Die Villa Elisabeth ist ein inspirierender Ort, wo unterschiedlichste Formate und Genres sich begegnen, wo Unbekanntes zueinander findet oder aus Reibung Neues entsteht, oft vollkommen unbeabsichtigt. Ein vielversprechendes Match, dass Joachim Meyerhoff hier ins Ungewisse startet.
Lesung
Joachim Meyerhoff
»Es geht endlich weiter...Alle Toten fliegen hoch« – Neue Texte 4
Ort: Villa Elisabeth Invalidenstr. 3 10115 Berlin
Donnerstag, 16.04.2026 19:30
Preis: 24 €, erm. 20 €
Archäologin, Abenteurerin, Agentin des Britischen Empire: Gertrude Bell bewegte die Geschicke Mesopotamiens wie kaum eine andere. Mit fließenden Arabischkenntnissen knüpfte sie Netzwerke zu Stammesführern und Würdenträgern, liebte den Orient und wollte die Region um jeden Preis befrieden. Ihr Wirken brachte ihr Beinamen wie »Königin der Wüste« und »Tochter Arabiens« ein. Sie war eine enge Vertraute von Winston Churchill und prägend für die Gestaltung des modernen Irak nach dem Ersten Weltkrieg. Mit der Gründung des Irakischen Nationalmuseums sorgte sie dafür, dass archäologische Schätze im Land blieben.
Olivier Guez hat dieser außergewöhnlichen, oft vergessenen Frau mit seinem neuen Buch »Die Welt in ihren Händen« ein fesselndes Denkmal gesetzt. Atmosphärisch dicht und historisch versiert verbindet er Gertrude Bells Leben mit den turbulenten Ereignissen im Nahen Osten nach dem Ersten Weltkrieg.
Olivier Guez und die Historikerin und Autorin Heike Specht sprechen über die Facetten der missverstandenen Tochter aus reichem viktorianischen Hause und die Ursprünge der heutigen Konfliktregion. Christian Dunker von den Geistesblüten moderiert das Gespräch.
Gespräch
Olivier Guez und Heike Specht moderiert von Christian Dunker
»Die Welt in ihren Händen«
Ort: In der Urania Berlin
Donnerstag, 16.04.2026 19:30
Preis: Preis: 8 €, ermäßigt: 5 €, Mitglieder: 3 €
Während Europa industrialisiert, expandiert und sich selbst zur ordnenden Kraft der Welt erklärt, wird das Zweistromland plötzlich wieder strategisch. Suezkanal, Öl, Handelsrouten. Aus einem Raum wird ein Schauplatz globaler Interessen. Aus Einfluss wird Kontrolle. Aus Linien auf Karten werden reale Konflikte.
Olivier Guez erzählt in seinem neuen Roman »Die Welt in ihren Händen«, wie genau das passiert ist. Basra 1916. Britische Truppen sichern Öl, während sie die Region politisch neu denken. Imperium als Projekt. Expansion als Logik. Und mittendrin Getrude Bell: ohne offizielles Mandat, aber mit Zugriff auf Informationen, Netzwerke und Entscheidungen. So gesehen war Bell auch eine Erste ihrer Art, wie Heike Specht am besten weiß. Seit Jahren beschäftigt sich die Historikerin mit Frauen, die Systeme nicht nur betreten, sondern verschieben. Sie schaut auf Netzwerke, Rollenbilder und die Frage, warum bestimmte Dynamiken immer wieder auftauchen.
Damals in der Wüste bis heute geht es um Macht, die sich organisiert. Um Interessen, die als Ordnung verkauft werden. Um eine Region, die zum Spielfeld wird. Und um die Frage, warum sich vieles davon bis heute nicht erledigt hat. Durch den Abend führt Christian Dunker von den Geistesblüten.
Gespräch
Heike Specht und Olivier Guez
»Wie unsere Gegenwart mit dem Bleistift festgelegt wurde«
Ort: In der Urania
Bequem erreichbar vom U-Bhf. Wittenbergplatz und U-Bhf Nolledorfplatz.
An der Haltestelle »An der Urania« halten die Buslinien M19, M29, M46, 106, 187 sowie die Nachtlinien N1, N2 und N26
Donnerstag, 16.04.2026 19:30
Preis: Preis: 8 €, ermäßigt: 5 €, Mitglieder: 3 €
Sie beraten Regierungen, prägen politische Entscheidungen und strukturieren die Märkte, in denen wir arbeiten, sparen, konsumieren und bisweilen sogar lieben. Kaum eine Wissenschaft greift so tief in das Leben der Gegenwart ein wie die Ökonomie. Doch was, wenn gerade ihre vermeintliche Wertfreiheit die großen Krisen unserer Zeit mit hervorgebracht hat?
Schließlich bestimmen sie nicht nur, wie wir über Klimakatastrophe, Ungleichheit oder den Aufstieg autoritärer Bewegungen nachdenken – sie setzen auch den Rahmen dessen, was politisch überhaupt als Lösung vorstellbar erscheint, so Daniel Stährs Diagnose. Während der Finanzkrise von 2008, der schwersten seit dem Zweiten Weltkrieg, zeigte sich die Ambivalenz dieser Dominanz: Die Zunft erkannte die Warnzeichen nicht, vielmehr hatten ihre Modelle jenes System mitgeformt, das die Krise erst ermöglichte und folgenlos für die Disziplin selbst.
Im Gespräch mit Christian Dunker von den Geistesblüten erzählt Daniel Stähr von den Konsequenzen dieser wertefreien Optimierungsideologien: Welche Zukunft entwerfen ökonomische Modelle und welche blenden sie aus? Ist die vermeintliche Sachzwanglogik ein Erkenntnisgewinn oder ein politisches Machtinstrument? Und vor allem: Könnte es auch anders sein?
Es wird ein Abend nicht des Abgesangs, sondern der intellektuellen Selbstprüfung und vielleicht der Neuvermessung einer Disziplin, die sich gern als neutral begreift, aber selten folgenlos bleibt.
Gespräch
Daniel Stähr
»Wie Ökonomen unsere Zukunft verspielen«
Ort: Urania Berlin e.V.
An der Urania 17
10787 Berlin
Dienstag, 24.03.2026 19:30
Preis: Preis: 8 €, ermäßigt: 5 €, Mitglieder: 3 €
Wie viel Verantwortung trägt, wer einem späteren Despoten den perfekten Freiwurf beigebracht hat? Sollte ein Sportlehrer die Einladung nach Pjöngjang von einem früheren Schüler annehmen, der inzwischen Diktator ist?
Darüber sprechen Tom Kummer und Christian Dunker von den Geistesblüten bei der Lesung aus »Freiwürfe mit einem Diktator«.
Zwischen Turnhalle und Weltpolitik, Pflegeheim und Propagandamaschine entfaltet sich ein Text, der das liberale Selbstbild des Westens ebenso ins Dribbling zwingt wie unsere bequemen Ausreden. Kein politisches Pamphlet, sondern ein literarisches 1-gegen-1 mit Schuld, Verdrängung und der Illusion, dass Sport, Bildung oder gute Absichten schon retten werden.
Dass ausgerechnet Kummer diese Geschichte erzählt, verleiht dem Abend zusätzliche Spannung: Kaum ein Autor hat die Grenze zwischen Fakt und Fiktion so offensiv ausgelotet und so öffentlich dafür bezahlt. Was darf Literatur, wenn Realität brennt? Und wie nah darf man einem Monster kommen, ohne selbst Teil der Geschichte zu werden?
Und falls Sie sich fragen, ob Literatur die Welt verändern kann, keine Sorge. Sie kann zumindest dafür sorgen, dass Sie nach diesem Abend anders über Schulhöfe, Freiwürfe und Einladungen aus Nordkorea nachdenken. Was schon mehr ist, als die meisten Elternabende schaffen.
Gespräch
Tom Kummer
»Freiwürfe mit einem Diktator«
Ort: smow
Burgplatz 2
04109 Leipzig
Freitag, 20.03.2026 19:00
Preis: Frei
Es werden also weniger Lesungen im klassischen Sinne sein, viel mehr Erkundungen mit ungewissem Ausgang. Die Villa Elisabeth ist ein inspirierender Ort, wo unterschiedlichste Formate und Genres sich begegnen, wo Unbekanntes zueinander findet oder aus Reibung Neues entsteht, oft vollkommen unbeabsichtigt. Ein vielversprechendes Match, dass Joachim Meyerhoff hier ins Ungewisse startet.
Lesung
Joachim Meyerhoff
»Es geht endlich weiter...Alle Toten fliegen hoch« – Neue Texte 3
Ort: Villa Elisabeth Invalidenstr. 3 10115 Berlin
Donnerstag, 12.03.2026 19:30
Preis: 24 €, erm. 20 €
Die Autorin Katerina Poladjan liest aus ihrem Roman »Goldstrand«.
Eine bröckelnde Villa in Rom, eine rätselhafte Dottoressa, ein Regisseur auf der Couch, der um sein Leben erzählt. In »Goldstrand« setzt Katerina Poladjan Splitter europäischer Geschichte zu einem heiter-melancholischen Panorama der Gegenwart zusammen. Ausgangspunkt ist ein Ferienort an der bulgarischen Schwarzmeerküste, geplant in den 1950er Jahren als Platz an der Sonne für alle. Auf dieser Baustelle wird Eli gezeugt. Sechzig Jahre später liegen seine größten Filmerfolge hinter ihm, während er in Rom Erinnerungen, Mutmaßungen und Familienmythen neu zusammensetzt – von Odessa über Konstantinopel und Warna bis nach Rom.
Poladjan entwirft ein bewegliches Geflecht aus Flucht, Enttäuschungen und Missverständnissen, in dem Realität und Fiktion permanent gegeneinander antreten. Zwischen persönlicher Selbstbefragung, europäischen Traumata und märchenhaften Motiven entsteht ein Roman über Versprechen, die nicht eingelöst wurden, und über die Geschichten, mit denen wir dennoch weiterleben.
Katerina Poladjan, in Moskau geboren, in Rom und Wien aufgewachsen und heute in Deutschland lebend, schreibt Theatertexte, Essays und Prosa. Sie stand auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse, wurde mit dem Großen Preis des Deutschen Literaturfonds ausgezeichnet und erhielt 2026 den Marie-Luise-Kaschnitz-Preis. »Goldstrand« erschien bei S. Fischer.
Den Abend moderiert Christian Dunker von den Geistesblüten.
Lesung
Katerina Poladjan
»Goldstrand«
Ort: Mittelpunktbibliothek Treptow
Michael-Brückner-Str. 9
12439 Berlin
Donnerstag, 12.03.2026 19:00
Preis: Frei
Das Österreichische Kulturforum Berlin lädt zu einem Abend über »Drei außergewöhnliche Frauen im Wien zwischen Belle Époque und Nationalsozialismus«.
Der belgische Autor und Übersetzer Kris Lauwerys lässt in seinem neuen Buch »Vom Licht in die Dunkelheit« (Residenz Verlag) das Wien der Jahre 1900 bis 1938 lebendig werden. Im Fokus stehen drei Frauen, die sich in einer radikal verändernden Welt behaupten und deren Lebenswege von Selbstbestimmung, künstlerischer Energie und dem Preis der Unabhängigkeit erzählen.
Emilie Flöge, Modeschöpferin und enge Vertraute von Gustav Klimt, überzeugte mit souveräner Eleganz und dem Mut, Frauen in fließenden Reformkleidern neue Bewegungsfreiheit zu eröffnen. In ihrem Atelier traf sich die Avantgarde, während sie selbst mit leiser Autorität Stil und Haltung einer ganzen Epoche prägte.
Milena Jesenská, Journalistin und brillante Stilistin, bekannt durch ihre Beziehung zu Franz Kafka, machte sich in der Zeit einen Namen als Literaturübersetzerin und Chronistin der Wiener Nachkriegszeit.
Veza Canetti, Schriftstellerin mit scharfem Blick und subtilem Witz, verfasste unter Pseudonym Texte von bestechender Präzision. Ihrer Zeit voraus, entfalten ihre Arbeiten heute ihre ganze literarische Kraft.
Durch den Abend führt Christian Dunker von den Geistesblüten. Eine Kooperation der Vertretung von Flandern in Deutschland und des Österreichischen Kulturforums Berlin, mit Unterstützung von Flanders Literature.
Gespräch
Kris Lauwerys
»Drei außergewöhnliche Frauen im Wien zwischen Belle Époque und Nationalsozialismus«
Ort: Österreichische Botschaft Berlin
Stauffenbergstraße 1
10785 Berlin
Montag, 09.03.2026 19:00
Preis: Frei
Es werden also weniger Lesungen im klassischen Sinne sein, viel mehr Erkundungen mit ungewissem Ausgang. Die Villa Elisabeth ist ein inspirierender Ort, wo unterschiedlichste Formate und Genres sich begegnen, wo Unbekanntes zueinander findet oder aus Reibung Neues entsteht, oft vollkommen unbeabsichtigt. Ein vielversprechendes Match, dass Joachim Meyerhoff hier ins Ungewisse startet.
Lesung
Joachim Meyerhoff
»Es geht endlich weiter...Alle Toten fliegen hoch« – Neue Texte 2
Ort: Villa Elisabeth Invalidenstr. 3 10115 Berlin
Donnerstag, 12.02.2026 19:30
Preis: 24 €, erm. 20 €
Es werden also weniger Lesungen im klassischen Sinne sein, viel mehr Erkundungen mit ungewissem Ausgang. Die Villa Elisabeth ist ein inspirierender Ort, wo unterschiedlichste Formate und Genres sich begegnen, wo Unbekanntes zueinander findet oder aus Reibung Neues entsteht, oft vollkommen unbeabsichtigt. Ein vielversprechendes Match, dass Joachim Meyerhoff hier ins Ungewisse startet.
Lesung
Joachim Meyerhoff
»Es geht endlich weiter...Alle Toten fliegen hoch« – Neue Texte 1
Ort: Villa Elisabeth
Invalidenstr. 3
10115 Berlin
Dienstag, 13.01.2026 19:30
Preis: 24 €, erm. 20 €
»Es ist nicht immer leicht, Mensch zu bleiben, denn manchmal musst Du Dich vergessen, Dich selbst. Aber es ist das Einzige, was uns vor dem Grauen bewahrt.«
Das Buch „Margot Friedländer. Eine Stimme für das Leben“ (Elisabeth Sandmann Verlag) ist eine kraftvolle und berührende Hommage an die Zeitzeugin der Shoah. Im Mittelpunkt steht das Erinnern an Margot Friedländer und ihr Vermächtnis, das Menschlichkeit, Toleranz und Wachsamkeit in Zeiten von Unrecht eindringlich betont.
Christian Dunker (Geistesblüten) spricht mit der Journalistin Franziska Reich (FOCUS) und dem Fotografen und Herausgeber Markus C. Hurek über Margot Friedländers Leben, ihre Erfahrungen und ihr eindrucksvolles Zeugnis für Resilienz, für ein Miteinander und die Verantwortung der Zeitzeugenschaft.
Das Podiumsgespräch beleuchtet, wie Margot Friedländer Erinnerung lebendig hält und einen Appell an uns alle richtet, für eine gerechtere und menschlichere Zukunft einzutreten.
Gespräch
Mit Franziska Reich und Markus C. Hurek
In Erinnerung an Margot Friedländer. Eine Stimme für das Leben
Ort: Urania
An der Urania 17 1
0787 Berlin
Donnerstag, 11.12.2025 19:30
Preis: Preis: 8 €, ermäßigt: 5 €, Mitglieder: 3 €
Seit seiner Eröffnung begeistert das Bergson in München als Kulturwunder im ehemaligen Heizwerk: 25 Meter hohe Decken, industrielle Poesie, spektakuläre Lichtspiele. Zwischen Konzertsaal, Club, Restaurant und Kunstausstellungen wird hier Kultur zu Energie. In diesem einzigartigen Ambiente präsentiert Daniel Donskoy am 26. November 2025 um 19 Uhr seinen Debütroman »Brennen«, begleitet von Livemusik und einem Gespräch mit Christian Dunker, Herausgeber des Kulturmagazins Geistesblüten.
Daniel Donskoy ist ein Künstler ohne Grenzen. Geboren in Moskau, aufgewachsen in Berlin und Tel Aviv, erwachsen geworden in London, hat er sich längst als Schauspieler, Musiker und Moderator international einen Namen gemacht. Er spielte in Produktionen wie The Crown, A Small Light und Barbaren, wurde mit Freitagnacht Jews zum Grimme-Preisträger und veröffentlicht als Musiker DONSKOY Urban Pop zwischen Soul, Pop und R’n’B.
Mit »Brennen« legt er nun ein literarisches Debüt vor, das so intensiv ist wie sein Schaffen insgesamt. Es erzählt von einem Mann, der auf der Suche nach sich selbst Orte, Menschen und Erinnerungen durchstreift – und in Briefen an einen Freund versucht, Antworten zu finden. Eine Geschichte über Schuld, Sehnsucht und den Wunsch, echt zu sein.
Ein Abend zwischen Literatur, Musik und Gespräch – rau, klug, berührend. Ein Abend, der zeigt, dass Kunst dort am hellsten brennt, wo sie aus Erfahrung entsteht.
Gespräch
Daniel Donskoy
»Brennen« - Lesung, Musik, Gespräch
Ort: Bergson Kunstkraftwerk
Am Bergson Kunstkraftwerk 2
81245 München
Mittwoch, 26.11.2025 19:00
Preis: 15.- bis 25.- Euro
So wahr kann Literatur sein
Die flämische Erfolgsautorin, Journalistin und Librettistin Gaea Schoeters lädt zu einer literarischen Safari der besonderen Art: In ihrem neuen Roman »Das Geschenk« lässt sie 20.000 Elefanten quer durch Berlin marschieren – ein ebenso spektakuläres wie provokantes Präsent aus Botswana, das Europa zwingt, seine Werte neu zu vermessen: zwischen Artenschutz, kolonialem Erbe und ökonomischen Interessen. Was klingt wie visionäre Fiktion, ist tief verwurzelt in aktuellen Debatten: Trophäenjagd, Importverbote, Wildtierpolitik – und die unbequeme Frage, wem die Wildnis eigentlich gehört.
Mark Waschke liest Passagen aus dem Roman.
Im Gespräch mit Christian Dunker von den Geistesblüten lotet Gaea Schoeters die Schnittstelle von Literatur und Realität aus.
Freuen Sie sich auf eine exklusive Lesung, pointierte Gespräche und ein gedankliches Bühnenspiel aus Fakten, Fiktion und feinem Humor – Kopfkino im Breitwandformat.
Unterstützt wird die Veranstaltung von der Vertretung von Flandern und Flanders Literature – ein klares kulturpolitisches Bekenntnis zur Kraft freier Worte.
Ein Abend, der zeigt: Romane sind nicht nur Spiegel, sondern auch Scheinwerfer – grell, klug, unbeirrbar.
Gespräch
Gaea Schoeters und Mark Waschke
Podiumsgespräch zur Buchpremiere: »Das Geschenk«
Ort: Urania
An der Urania 17
10787 Berlin
Freitag, 21.11.2025 19:30
Preis: 8 €, ermäßigt: 5 €, Mitglieder: 3 €
Was wäre, wenn Marlene Dietrich 1964 Bundespräsidentin geworden wäre?
Es ist ein frostiger Januartag 1964 in Ostberlin, als Marlene Dietrich zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder deutschen Boden betritt, nur für einen kurzen Zwischenstopp auf dem Flughafen Schönefeld. Mit Deutschland hat sie längst gebrochen, ihre Reise soll weiter nach Warschau gehen. Doch im geteilten Berlin wartet eine unerwartete Wendung der Geschichte. Willy Brandt und sein Sprecher Egon Bahr haben einen kühnen Plan. Sie wollen die weltberühmte Künstlerin überreden, bei der Wahl zur Bundespräsidentin gegen den Alt-Nazi Heinrich Lübke anzutreten. Was wäre, wenn Dietrich Ja gesagt hätte?
Das Autorinnen- und Künstlerkollektiv BudeMunkWieland, bestehend aus Bettina Munk, Karin Wieland und Heinz Bude, entfaltet in seinem neuen Buch »Transit 64« (Hanser Verlag) eine packende Alternativgeschichte, in der Fakten und Fiktionen, historische Figuren und gegenwärtige Fragen miteinander verschmelzen. Auf der Bühne des Kalten Krieges entsteht ein Gedankenspiel über Freiheit und Diktatur, Exil und Widerstand, Antifaschismus und Anpassung und darüber, wie Geschichte anders hätte verlaufen können.
Die drei Autorinnen und Autoren nähern sich Marlene Dietrichs Biografie mit unterschiedlichen Mitteln. Bettina Munk zeichnet, Heinz Bude und Karin Wieland schreiben. Gemeinsam entwerfen sie eine vielschichtige Erzählung, die weit über den historischen Moment hinausreicht und das 20. Jahrhundert bis in unsere Gegenwart verlängert. »Transit 64« bietet nicht nur ein faszinierendes Was-wäre-wenn-Szenario, sondern öffnet auch neue Blicke auf die politischen Verstrickungen der Nachkriegszeit, Ostberlins Geschichte und die Rolle charismatischer Persönlichkeiten im Wandel der Zeit.
Lesung
BudeMunkWieland
»Buchpremiere: Transit 64«
Ort: Schaubühne am Lehniner Platz
Aber Achtung! Ku'damm 156
Montag, 06.10.2025 20:00
Preis: 15.- Euro, ermäßigt 8.- Euro
Der Deutsche Buchpreis für den besten deutschsprachigen Roman des Jahres wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergeben. Am 16. September gibt die Jury die Shortlist bekannt und auch in diesem Jahr werden die sechs ausgewählten Autorinnen und Autoren bei Shelly Kupferberg und Christian Dunker in der Urania Berlin ihre Romane präsentieren.
Insgesamt 200 Titel aus 124 Verlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind im Rennen um den besten deutschsprachigen Roman des Jahres. Traditionell stellen die Auserwählten der Shortlist ihre Werke in der Urania Berlin vor. Am 13. Oktober, am Abend der Preisverleihung zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse 2025, erfahren sie, wer von ihnen den Deutschen Buchpreis 2025 erhält.
Gespräch
Die Shortlist
»Die Finalist:innen Deutscher Buchpreis 2025«
Ort: Urania Berlin
An der Urania 17
10787 Berlin
Dienstag, 30.09.2025 19:30
Preis: 8 €, ermäßigt: 5 €, Mitglieder: 3 €
Carolin Emcke und der Historiker Michael Wildt sprechen darüber, was sich autoritären Regimen und Angriffen auf Freiheit und Gleichheit entgegensetzen lässt. Wie umgehen mit Gewalt und Menschenfeindlichkeit? Und was bedeutet Humanismus heute? Mit unbestechlichem Blick seziert die renommierte Publizistin soziale und politische Konflikte und fordert zum Widerspruch gegen Ausgrenzung und mangelnde Empathie. Wer wollen wir sein in Zeiten der Zerstörung von Demokratie und Wahrheit? Emckes neues Buch versammelt Kolumnen und Reden aus den letzten zehn Jahren.
Gespräch
Carolin Emcke
Buchpremiere »Respekt ist zumutbar«
Ort: Schaubühne am Lehniner Platz
Kurfürstendamm 153
10709 Berlin
Sonntag, 28.09.2025 19:00
Preis: 9.- Euro
New Yorks schärfste Zunge landet in Berlin. Und nein, sie kommt nicht, um nett zu sein.
Fran Lebowitz, die unverwechselbare Stimme des urbanen Unmuts, besucht die Hauptstadt. Mit Zigaretten in der Tasche, Meinungen wie Rasierklingen und einer Abneigung gegen Small Talk im Gepäck.
Gabriel Proedl, Reporter mit Sinn für Tempo und Timing, führt durch den Abend. Im Anschluss an das Gespräch öffnet sich das Mikro fürs Publikum. Fragen stellen ausdrücklich erlaubt – ob Sie eine Antwort bekommen, liegt ganz bei Fran.
Es wird über New York, Literatur, Kunst, Politik, über Rache, Klimaanlagen, über das Leben und seine Zumutungen gesprochen. Und über all das, worüber sonst niemand mehr zu sprechen wagt, weil es zu unbequem ist.
Natürlich gibt es ihre Bücher an diesem Abend: Die Geistesblüten sorgen für eine fein kuratierte Auswahl von Lebowitz’ Werken, schön präsentiert, bereit zur Signatur. Ja, Fran signiert. Geduldig. Oder ungeduldig. Die Bücher, die wie sie sagt, an dem Abend vor ihrer Nase gekauft wurden. So ist Fran, mit all der nonchalanten Ernsthaftigkeit, die man von ihr erwartet.
»Ein Abend mit Fran Lebowitz« ist kein Wohlfühlformat. Es ist ein pointiertes Gespräch in Echtzeit. Witzig, wach, unerbittlich. Und genau das, was 2025 dringend braucht.
Tickets sind begrenzt. Ironie nicht. Schon ist klar. Der Abend mit Fran Lebowitz wird kein Vortrag, keine Lesung, keine Wellnessveranstaltung. Es wird ein Ereignis. Wortgewaltig, unberechenbar, intelligent.
Lesung
Fran Lebowitz
»Oh-oh, here she comes, watch out«
Ort: Urania Berlin e.V.
An der Urania 17
10787 Berlin
Sonntag, 21.09.2025 19:00
Preis: ab 62.- Euro
Populismus, Migration, Rezession, Krieg – wohin steuert Deutschland? Frank Trentmann blickt in die Geschichte und über die nationalen Grenzen hinaus. Er zeigt, dass die Alterung der Gesellschaft und Migration zusammengedacht werden müssen und wie verzerrte Geschichtsbilder zur Polarisierung beitragen. Welche historischen Ursachen hat die gegenwärtige Krise und wo liegen die Chancen für künftige Veränderungen?
Trentmanns Fazit: Wir können uns mehr zumuten und mehr zutrauen, als wir glauben, die Lage ist ernst, aber nicht aussichtslos. Nötig sind mehr Mut zu Reformen, mehr Zuversicht und Pragmatismus. Umlenken heißt Umdenken!
»Verbinden statt spalten« fordert Gilda Sahebi in ihrem hochaktuellen Buch zur Politik der Polarisierung hierzulande. Die renommierte Journalistin und Autorin räumt mit den Narrativen von Gegeneinander und Spaltung auf und entlarvt sie als medial verstärktes Herrschaftsinstrument autoritärer Kräfte. Wo geht die Suche nach Verbindung auf der gesellschaftlichen Ebene verloren? Wie finden und bleiben wir zusammen, um die drängenden Herausforderungen zu meistern?
Zwei Sichten auf die Lage der Nation zwischen Vergangenheit und Zukunft, Polarisierung und Aufbruch. Christian Dunker (Geistesblüten) moderiert das Gespräch.
Gespräch
Gilda Sahebi und Frank Trentmann
»Deutschland zwischen Vergangenheit und Zukunft: Gilda Sahebi und Frank Trentmann über die Lage der Nation und Wege aus der Krise«
Ort: Urania Berlin
An der Urania 17
10787 Berlin
Dienstag, 16.09.2025 19:30
Preis: 8 €, ermäßigt: 5 €, Mitglieder: 3 €
Das Kant Kino öffnet seine Türen für einen Ort voller Geschichten: Den Stuttgarter Platz. In seinem neuen Buch erkundet Michael Angele den »Stutti«, an dem sich das 20. Jahrhundert in all seinen Facetten verdichtet: Schwarzmarkt, Fluchtschicksale, Rotlichtmilieu, Kommune 1, Underground, Aufbruch und Wandel.
Im Gespräch mit Christian Dunker von den Geistesblüten am benachbarten Walter-Benjamin-Platz erzählt Angele von schillernden Figuren und vergessenen Episoden. Vom legendären »Babalu« über den KZ-Überlebenden und Kneipenwirt Leo Fischmann bis zu Rainer Langhans, der hier in eine große Altbauwohnung zog. Und von Brigitte, der Lehrerin aus Neukölln, die das Lentz seit 1984 ihr zweites Wohnzimmer nennt. Auch Horst Buchholz taucht auf. Mit Karin Baal drehte er am Platz den Kultfilm »Die Halbstarken«. Der Stutti war Bühne für Berlins wilde, widersprüchliche Geschichte. Von der Kommune 1 bis zur Lolita-Bar, vom Busbahnhof der Fünfziger bis zur Table-Dance-Bar Bon Bon – hier kamen die großen und kleinen Dramen des Landes zusammen.
Es wird eine besondere Matinee mit viel Berlin, viel Geschichte und einem offenen Blick auf ein Stück Stadtherz. Wer den Stutti kennt, wird ihn neu sehen. Wer ihn nicht kennt, wird ihn danach nicht vergessen. Für alle aus dem Kiez, alle Neugierigen, Geschichtshungrigen, Cineasten, Literaturfreunde und Flaneure – wir freuen uns auf Sie.
Gespräch
Michael Angele
Buchpremiere: »Ein deutscher Platz - Die Ballade vom Stutti«
Ort: Kant Kino
Kantstr. 54
10627 Berlin
Sonntag, 14.09.2025 11:00
Preis: 5.- Euro
Gibt dir das Leben ›Zitronen‹, hilft ein kräftiger Schluck David Sedaris; Lachen garantiert!
Der amerikanische Kultautor und Humorist David Sedaris kommt am 7. September für einen Abend nach Berlin – mit Witz, Verstand und einer Lesebrille, die mehr gesehen hat als manch ganze Generation.
Er wird lesen, erzählen, sezieren, sich durch Familienchaos, Alltagsskurrilitäten und gesellschaftliche Absurditäten schreiben. Mal liebevoll, mal böse, aber immer messerscharf und entlarvend ehrlich. Sedaris ist ein Meister der kleinen Beobachtungen, die plötzlich zeigen, wie viel in uns allen steckt und wie komisch das Leben in seinen stillen Ecken wirklich ist.
Moderner Mark Twain vielleicht. Nur mit weniger Pferden und mehr Ironie. Und definitiv mit weniger Pathos. Dafür mit mehr Hugh, seinem Partner seit über 30 Jahren, der in seinen Texten genauso leise mitschwingt wie die Frage, wie man gemeinsam Wäsche faltet und trotzdem die Liebe behält. Wie schön das ist, kann man im SZ-Interview nachlesen.
An diesem Abend liest David Sedaris aus alten und neuen Texten, auch bislang unveröffentlichtem Material. Und nach der Lesung gibt es ein Q&A: Fragen stellen ausdrücklich erlaubt. Ob David antwortet, liegt an seiner Laune. Meistens ist sie gut. Aber niemals berechenbar.
Und jetzt aufgepasst, liebe Fans:
David signiert. Viel. Vor der Lesung. Nach der Lesung. Vielleicht sogar dazwischen, wenn er gerade nicht über Waschmaschinen schreibt.
Wir bringen die passenden Bücher mit, schön präsentiert und signierbereit. Aber: David wünscht sich kein Herumwinken mit mitgebrachten Büchern. Er will frisch gekaufte Bücher signieren. Er meint das nicht böse, nur pragmatisch. Oder, wie er selbst sagen würde: Ich bin nicht unhöflich. Ich bin effizient.
Lesung
David Sedaris
»Er kommt nach Berlin«
Ort: Urania Berlin e.V.
An der Urania 17
10787 Berlin
Sonntag, 07.09.2025 19:00
Preis: ab 50.- Euro
»Berlin liest ein Buch« – das heißt: Tausende Berliner*innen lesen denselben Roman, quer durch Bezirke, Biografien und Bänke im Park.
Dieses Jahr steht »Pi mal Daumen« von Alina Bronsky im Zentrum. Die Autorin ist bekannt für ihren eigenwilligen Ton zwischen Tragik und Witz in Romanen wie »Scherbenpark«, »Baba Dunjas letzte Liebe« und »Der Zopf meiner Großmutter«. Diesmal schaut sie auf das Zärtliche, das Soziale und den Mut das eigene Leben mit Anfang 50 rumzureißen: Im Mittelpunkt stehen eine exzentrische 53-jährige Frau mit dem Herz auf der Zunge und scharfem Blick für Pragmatismus und ein junger Mathematikfreak, der Anschluss sucht, vieles weiß, aber noch nichts vom Leben kennt. Anders als Moni, die gern mal bollert„Ich bin nicht alt, ich bin erfahrungsübersättigt.“
Gelesen wird der Roman von Fabian Busch, der zuletzt als Gerhard Klopfer in »Die Wannseekonferenz«, als Thomas Klein im Fernsehfilm »Der Spalter«, als Hajo Schrott in der Serie »Drift – Partners in Crime« und als Wachtmeister Gräf im Hörspiel »Babylon Berlin: Goldstein« zu hören war.
Die Moderation übernimmt Christian Dunker von den Geistesblüten.
Eintritt frei
Anmeldung: stadtbibliothek-altermarktkoepenick.veranstaltungen@ba-tk.berlin.de oder telefonisch unter 030/90297-3419
Lesung
Fabian Busch
»Pi mal Daumen« - Berlin liest ein Buch
Ort: Mittelpunktbibliothek Alter Markt Köpenick
Alter Markt 2
12555 Berlin
Dienstag, 03.06.2025 19:00
Preis: frei
Im Gottesdienst zur Amtseinführung Trumps richtete sich Bischöfin Mariann Budde mit kritischen Worten und der Bitte um Erbarmen direkt an den Präsidenten. Die Mitschnitte ihrer Predigt gingen um die Welt, vielen ist sie zum Vorbild geworden. Hier zeigt sie: Mut und mutiges Handeln sind ein Lebensweg. Anhand zahlreicher Geschichten – von Harry Potter über den Kleinen Prinzen bis zum Lukasevangelium – und persönlicher Erfahrungen beschreibt sie, wie wir uns zu unserem mutigsten Selbst entwickeln können.
Mut ist eine Reise, die wir jeden Tag antreten können, davon ist Mariann Budde überzeugt. Im Laufe eines Lebens gibt es entscheidende Momente, in denen wir den einen oder anderen Weg einschlagen. Dabei kann es ebenso um Zivilcourage gehen, wie auch um persönliche, innere Entscheidungen.
Man muss kein gläubiger Mensch sein, meint Mariann Budde, um auf die zutiefst menschliche Fähigkeit zu vertrauen, Liebe, Güte und echte Stärke in unser eigenes Leben und in die Welt zu bringen.
In der Urania im Gespräch mit Anja Wehler-Schöck vom Tagesspiegel verdeutlicht die Bischöfin, wie einzigartig und zugleich universell solche Momente sind und wie wir lernen, mutig zu sein. Es geht um Entscheidungen: zu gehen, zu bleiben, etwas Neues zu beginnen, zu akzeptieren, was wir nicht gewählt haben, sich Herausforderungen zu stellen, mit Enttäuschungen umzugehen und Beharrlichkeit aufzubringen.
Lesung
Mariann Edgar Budde
»Mutig sein«
Ort: Urania Berlin e.V.
An der Urania 17
10787 Berlin
Mittwoch, 30.04.2025 19:30
Preis: 15.- Euro
»Der Einfluss der Fasane« heißt der neue Roman der Buchpreisträgerin Antje Rávik Strubel: Federleicht und messerscharf. Und darum geht´s: An einem frühen Morgen steht Hella Karl am Briefkasten und liest die Meldung, die sie aus der Bahn werfen wird: Der Star der Berliner Theaterszene und Gravitationszentrum der Kulturwelt hat sich das Leben genommen. Hella Karl, Feuilletonchefin einer großen Zeitung, ist nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen und glaubt, alles im Griff zu haben. Doch sie hat einen folgenreichen Artikel über den gefeierten Mann verfasst – und jetzt wird sie für seinen Tod verantwortlich gemacht. Ist er an sich selbst gescheitert, oder hat Hella Karl ihn in den Tod geschrieben?
Christian Dunker spricht mit Antje Rávik Strubel und der Literaturkritikerin Daniela Strigl über Erregungsdynamiken, die sich, einmal in Gang gesetzt, nicht mehr steuern lassen. Über das Ringen um Worte und über das Unheil von medialen Diskursen.
Gespräch
Antje Rávik Strubel
»Der Einfluss der Fasane und die Macht der Kritik«
Ort: Urania Berlin e.V.
An der Urania 17
10787 Berlin
Mittwoch, 19.03.2025 19:30
Preis: 8.- Euro, ermäßigt: 5.- Euro
Endlich erscheint Christian Krachts neuer Roman »Air«. Er ist Schriftsteller, Drehbuchautor, Journalist und Schweizer. Seine Romane wurden in über 30 Sprachen übersetzt. Er wuchs in den USA, Kanada und Südfrankreich auf. Sein erster Roman, »Faserland«, erschienen 1995, gilt als Wegbereiter der deutschen Popliteratur. Darin reist ein junger Mann mit viel Geld von Norden nach Süden durch Deutschland. Er hadert mit dem Leben, nimmt Drogen, verwüstet Hotelzimmer. Er ist ein namensloser Antiheld. Ein bisschen mehr als 25 Jahre später verblüffte Christian Kracht Presse und Fans mit der »Faserland«-Fortsetzung »Eurotrash«, in der der namenslose Erzähler und seine Mutter mit viel Geld im Gepäck die dunklen Seiten ihrer Familiengeschichte auf einem Roadtrip durch die Schweiz ausloten (Genial adaptiert von der Berliner Schaubühne mit Angela Winkler und Joachim Meyerhoff in den Hauptrollen!).
Am 17. März gibt Christian Kracht in den Geistesblüten den fliegenden Buchhändler in eigener Sache. Wer bei ihm »Air« kauft, dem signiert Christian Kracht gern sein neues Buch. »Darin lebt der Schweizer Dekorateur und Inneneinrichter Paul in der kleinen schottischen Stadt Stromness auf den Orkney Inseln. Bis er von einem Design-Magazin einen obskuren, aber lukrativen Auftrag aus Norwegen erhält und er sich auf eine Reise begibt, die ihn an die Grenzen seiner Welt und weit darüber hinaus führt.« Also wieder eine Reise! »Raus unserer spätmodernen, leerlaufenden Zivilisation in eine gleißende, verspiegelte Landschaft der Literatur.«
Das Eintrittsticket ist ein gekauftes Buch. Ganz einfach.
Gespräch
Christian Kracht
»SignAIRstunde«
Ort: Geistesblüten
Montag, 17.03.2025 16:00
Preis: Bucherwerb via »Ticket kaufen«