EMPFEHLUNG

»Mama & Sam« von Sarah Kuttner öffnet eine Tür in eine intime, erschütternde Welt. Eine Tochter betritt die Wohnung ihrer plötzlich verstorbenen Mutter und findet Chaos, einen überquellenden Briefkasten und eine Leerstelle, die sich erst allmählich erklärt. Die Mutter war verliebt in einen Mann, den es nie gab. Sam, ein Love Scammer, hat ihr Fürsorge und Nähe vorgetäuscht und sie emotional wie finanziell ausgebeutet. Zurück bleiben unzählige Chatverläufe, die die Tochter nun liest, fremde Worte voller Sehnsucht, die ein Leben lang verborgen lagen.

Bestellen
EMPFEHLUNG

Wenn es für dich in die Hölle geht, dann mit Rebecca F. Kuangs »Katabasis«. Alice Law ist brillante Doktorandin in Cambridge und hat nur ein Ziel: die Beste in Analytischer Magie zu werden. Als ihr Mentor bei einem mysteriösen Unfall stirbt und sie sich verantwortlich fühlt, wagt sie sich in die Unterwelt, um seine Seele zurückzuholen. Unverhofft begleitet wird sie von ihrem Erzfeind Peter Murdoch.

Bestellen
EMPFEHLUNG

Wer glaubt, dass in einer Schweizer Kleinstadt nur Kühe muhen und Kirchenglocken läuten, der kennt Sabin und Schanti nicht. Kaum haben die zwei Power-Freundinnen ihren Verein »Polyphon Pervers« gegründet, wird das stille Idyll zum Brennpunkt der Kulturrevolution. Zwischen Weinflaschen, Theaterträumen und Subventionsgeldern erschaffen sie etwas, das man – laut Sabin – um Himmels willen nicht Kunst nennen darf. Nein, nein, es ist „Unterhaltung“. Und das ist hier wörtlich zu nehmen.

Bestellen
EMPFEHLUNG

Manche Lesungen bleiben im Gedächtnis, wie jener Abend mit Lize Spit und Stefanie Reinsperger, als sie gemeinsam aus »Ich bin nicht da« lasen. Diese besondere Verbindung aus Sprache, Stimme und Körper zog alle im Raum in den Bann. Wie Stefanie Reinsperger Lizes Sätze lebendig werden ließ, wie Nähe und Distanz, Liebe und Verzweiflung in jeder Zeile mitschwingen, es war, als würde man selbst Zeuge eines leisen Auseinanderdriftens, das trotzdem voller Zärtlichkeit bleibt. Lize Spit beobachtete mit wachem Blick, lachte manchmal, nickte, und man spürte, hier begegnen sich zwei Künstlerinnen, die einander verstehen. Eine Lesung, die nachhallt, weil sie zeigt, was Literatur kann: berühren, erschüttern, verbinden.

Bestellen
EMPFEHLUNG

Seán Hewitts Romandebüt »Öffnet sich der Himmel«, sensibel ins Deutsche übertragen von Stephan Kleiner, ist kein klassischer Heimkehrerroman. Und doch geht es ums Zurückkehren. Nicht an einen Ort, sondern zu einem Gefühl, einem Bruch, einer Frage, die nie wirklich verschwunden ist: Was hätte sein können? Was blieb ungesagt?

Bestellen
EMPFEHLUNG

Mit »Der Fluch der Falodun Frauen« kehrt Oyinkan Braithwaite, die Autorin von »Meine Schwester, die Serienmörderin«, eindrucksvoll zurück. Ihr neuer Roman entfaltet eine magisch-realistische Familiengeschichte über Generationen von Frauen, die vom Verlust ihrer Männer und einem uralten Fluch heimgesucht werden.

Bestellen
EMPFEHLUNG

Einen wie Al Pacino gibt es nur einmal. Für die Weltöffentlichkeit tauchte er wie eine Supernova am Himmel auf. Seine erste Hauptrolle spielte er 1971 in »Panik im Needle Park«. Bis 1975 kamen vier Filme dazu: »Der Pate« und »Der Pate Teil II«, »Serpico« und »Hundstage«, die nicht nur Erfolge, sondern auch Meilensteine der Filmgeschichte waren. Diese Rollen machten Al Pacino zur Legende und veränderten sein Leben für immer, denn seit Marlon Brando und James Dean hatte kein Schauspieler mehr für solches Aufsehen gesorgt. Damals whatte er mit Mitte dreißig schon viele Leben gelebt. In »Sonny Boy« gibt er zum ersten Mal Einblick in seine mitreißende Vergangenheit. Es sind die Memoiren eines Mannes, der nichts mehr zu fürchten und nichts mehr zu verbergen hat.

Bestellen
EMPFEHLUNG

»Extrem sexy … ‚Want‘ ist das geile Manifest, für das dir deine To be Read-Liste danken wird« Cosmopolitan

Bestellen
EMPFEHLUNG

Verboten, vergänglich – und verdammt lebendig:
Nicolas Mathieus »Jede Sekunde« ist kein Buch über eine Affäre. Es ist eine Affäre. Eine literarische, eine körperliche, eine, die sich zwischen den Seiten ausbreitet wie warme Haut auf einem frisch zerwühlten Hotelbett. Wer sich darauf einlässt, liest nicht nur – er erinnert, begehrt, vermisst.

Bestellen
EMPFEHLUNG

Was wäre, wenn du in einem anderen Leben aufwachst?

Bestellen
EMPFEHLUNG

Endlich gibt es John Giornos Autobiografie auf Deutsch. Aus dem Amerikanischen übersetzt und mit einem Nachwort von Urs Engler. John Giorgio war ein Teil von New York. Mehr noch, der Tausendsassa war viele Teile. Poesie, Kunst und Musik durchströmten ihn. Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte John Giornio, der bereits in einer intensiven Liebesbeziehung mit Andy Warhol lebte, in Warhols berühmtem ersten Film »Sleep«. Er datete Robert Rauschenberg und Jasper Johns. Er war auf du und du mit Allen Ginsberg, William S. Burroughs, Brion Gysin, Jane und Paul Bowles, John Cage, Bob Moog, Patti Smith, Robert Mapplethorpe, Keith Haring. Mit ebenso großer Leidenschaft war Giorno Aktivist. Verklemmt sein kam für ihn nicht in Frage. Schon in den 1960ern schrieb er sehr eindeutige Gedichte, die einem seine Homosexualität ins Gesicht hielt. Mit seinen Performances tourte er um die Welt. Er malte Textplakate. Freunde und Kollegen ließ er nicht fallen. Er war für sie da, verschwieg sie nicht und organsierte die Betreuung für die, die sich mit HIV infizierten und Aids bekamen, als andere lieber Weihrauch schwenkten.

Bestellen
EMPFEHLUNG

Wer »White Lotus« liebt – diese absurde Mischung aus Sonnenschein, Paartherapie, Konsumkritik und emotionaler Kernschmelze im Paradies – der sollte sich schleunigst Paul Rubans »Der Duft des Wals« schnappen. Denn wer denkt, ein All-inclusive-Urlaub sei der perfekte Ort zur Selbsterkenntnis, wird hier augfeweckt und bestens unterhalten.

Bestellen
EMPFEHLUNG

Kat Eryn Rubik ist zurück. Neu und zum Glück die Alte! Wer meint, schon alles gelesen zu haben, was der literarische Sommer an Verhängnis, Furor und Gefühl zu bieten hat, sollte »Furye« zur Hand nehmen. Das Buch brodelt und betört.

Bestellen
EMPFEHLUNG

Ein Kind, sieben Väter, unzählige Wahrheiten. Weihnachten 1983, irgendwo in den verschneiten Wäldern Schwedens. Drinnen fliegen die Fetzen, draußen fällt der Schnee. Ein siebenjähriger Junge hört, dass sein Vater gar nicht sein Vater ist. Und aus dieser einen Enthüllung wächst eine Geschichte, die alles enthält, was Kindheit ausmacht: Sehnsucht, Schmerz, Humor, Liebe.
Noch mehr packt Andrev Walden im Interview in den Geistesblüten №25 aus.

Bestellen
EMPFEHLUNG

»Hundesohn« ist ein wilder, zarter, poetischer Rausch über Liebe und Begehren, Herkunft und Glauben, über das, was Sprache verschweigt und was sie zu sagen wagt. Zeko, die Hauptfigur, taumelt zwischen Berlin und Adana, zwischen Grindr-Dates, Gebeten und Erinnerungen an Hassan, den sein Großvater nur »Hundesohn« nennt. Keskinkılıç schreibt von Körpern, die sich sehnen, und von Worten, die gleichzeitig heilen und verletzen. Ein queeres, migrantisches, hochmusikalisches Buch über Identität, Scham, Begehren und die Freiheit, alles gleichzeitig zu sein. Mehr über die süße und scharfe Sprache seiner Mutter, die Liebe zu Hassan und das Suchen nach Zuhause erzählt Ozan im exklusiven Interview im @geistesbluetenmag № 25, jetzt bestellbar auf geistesblueten.com.

Bestellen
EMPFEHLUNG

Texas, 1993. Die Sonne steht bleiern über dem Land, und in der Luft liegt mehr als nur Hitze – es ist der Geruch von Fanatismus, Angst und bevorstehender Katastrophe. Inmitten dieser Welt, in der die Erwachsenen nur noch Untergang und Unheil sehen, wollen sich zwei Teenager ins Leben und in die Liebe stürzen. Roy, Sohn des örtlichen Sheriffs, trifft auf die kluge und wild entschlossene Jaye. Was er nicht weiß: Sie lebt in einer abgeschotteten Glaubensgemeinschaft, angeführt von einem Mann, der sich selbst »Lamb« nennt und mit Waffen und Bibelversen den Weltuntergang vorbereitet.
»We Burn Daylight« ist ein fesselnder, fiktiver Roman, der sich tief in die Ereignisse rund um die echte Sekte der »Branch Davidians« eingräbt. Bret Anthony Johnston schafft es, historische Realität und emotionale Wucht miteinander zu verweben. Was entsteht, ist ein Roman über Macht und Manipulation, über Eltern, die ihren Kindern nicht mehr zuhören, und über zwei junge Menschen, die nicht bereit sind, ihre Zukunft dem Wahnsinn zu opfern.
Roy und Jaye sind 14. Sie wissen nicht alles, aber sie wissen genug: dass ihre Verbindung echt ist und gefährlich. Während draußen Behörden aufrüsten und Reporter auf Sendezeit warten, wird drinnen gepredigt, gezweifelt, gehungert und gehofft. Die Spannung zwischen ihnen, zwischen drinnen und draußen, zwischen Glauben und Freiheit baut sich auf wie ein Gewitter.
Johnstons Sprache ist präzise, atmosphärisch, eindringlich. Kein Wort zu viel. Keine Szene zu flach. Jeder Satz wirbelt Staub auf. Sein literarisches Können zeigt sich in der Feinheit der Beobachtung, im Wechsel der Perspektiven und durchdachten Struktur. »We Burn Daylight« ist ein Pageturner, eine Lovestory, ein Drama, ein Abgrund. Eine Geschichte, die so wahr wirkt, weil sie emotional genau da hinzielt, wo es weh tut. Und wo es Hoffnung gibt.

Bestellen
EMPFEHLUNG

»Ein Ort, der nach goldenem Glanz klingt, nach Hoffnung auf Glück und Reichtum« – so beschreibt Katerina Poladjan den Goldstrand, jenen real existierenden Ferienort an der bulgarischen Schwarzmeerküste, der ihrem neuen Roman seinen Titel gibt. Doch wer glaubt, hier handele es sich um eine Sommergeschichte, irrt. »Goldstrand« ist ein schillerndes Mosaik aus Erinnerung, Ideologie und Illusion, eine Erkundung dessen, was von den großen Versprechen Europas geblieben ist.
Zwischen Odessa, Warna, Rom und Istanbul entfaltet Poladjan eine filmische Erzählung über Flucht, Familie und Fiktion. Ihr Protagonist Eli, Regisseur, Sohn, Suchender, liegt auf der Couch seiner römischen Analytikerin und versucht, die Fragmente einer Familiengeschichte zusammenzufügen, die zugleich seine eigene ist. Die Grenzen zwischen Traum und Realität, Geschichte und Projektion verschwimmen in dieser Prosa, die leichtfüßig erzählt und doch von Schwere weiß.

Bestellen
EMPFEHLUNG

Winter 2019 – Niccolò ist Teenager, er trinkt, gibt sich unnahbar und handelt rücksichtslos. Ein adoleszenter Panzer gegen die süditalienische Hoffnungslosigkeit und seinen ausgelaugten, gescheiterten Vater Riccardo. Als der ihn zu einem gemeinsamen Roadtrip überredet, wird Niccolò mit der Vergangenheit seiner Eltern konfrontiert. Sommer 2000 – Teresa macht mit ihren Eltern Ferien in Camporotondo. Sie hat Träume, ist neugierig und gleichzeitig verunsichert von der Welt um sie herum. Während des Urlaubs in Sizilien lernt sie Riccardo kennen. Er ist schön und verwegen, sie verliebt sich. Aber Niccolò und sein Vater verstehen sich nicht. Reißt der eine den anderen mit in den Abgrund?

Bestellen
EMPFEHLUNG

Sie suchen aktuelle Literaturempfehlungen, besondere Künstlereditionen und raffiniertes Design?
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Bestellen
EMPFEHLUNG

»Welcome to the Jungle« — Dorothee Elmiger hat den Deutschen Buchpreis 2025 gewonnen.
Mit »Die Holländerinnen« verwandelt sie ein reales Verschwinden in eine literarische Expedition. Eine Schriftstellerin begleitet ein Theaterprojekt im Dschungel, zwischen Wirklichkeit und Wahn, zwischen Adorno und tropischem Fieber, zwischen Sprache und Schweigen. Elmiger lässt den Satz selbst schwitzen und lauscht dem Atem der Fiktion. Was bleibt? Ein Roman wie ein feuchter Windstoß aus Erinnerung, Gefahr und Schönheit. Eine literarische Spurensuche, die nicht erklärt, sondern verführt.
Ein Sieg für das radikale Erzählen, für das Zweifelnde, Suchende, Mutige. Und ein Abend, an dem der Dschungel in der Literatur zum Leben erwacht.

Bestellen
EMPFEHLUNG

Khashayar J. Khabushani wuchs in LA auf. Als Junge wunderte er sich wie unbeschwert fröhlich seine Freunde mit ihren Vätern umgingen. Er konnte sich schwer vorstellen, dass das echt sein sollte. Wenn die Nachbarsfamilien miteinander spielten. Wenn sie zusammen lachten oder sich alles Mögliche erklärten. Im Rückblick kommen Khabushani seine Mutter und die Brüder wie Fremde vor, mit denen er unter einem Dach lebte. Seine eigenen Erfahrungen bringt Khabushani in seinen Roman ein. Hauptfigur K. will von seinem Vater verstanden und geliebt werden, aber egal, wie sehr er sich anstrengt und verbiegt, seine Erwartungen er füllt er nie. Alles, was die USA versprachen, scheint in die Ferne gerückt. Wie es ihnen geht, kann nicht der amerikanische Traum sein. Für seinen besten Freund Johnny entwickelt K. Gefühle. Die heimliche Liebesaffäre bleibt flüchtig. K. fühlt sich ohnehin wehrlos, mitten in der Nacht reißt ihn der Vater aus dem Schlaf und entführt ihn und seine Brüder in den Iran.

Bestellen
EMPFEHLUNG

Spätestens seit der Netflix-Verfilmung seines packenden Romans »Inmitten der Nacht« Julia Roberts, Ethan Hawke und Mahershala Ali haben Leser mit seinem Namen einen Googlealarm verknüpft. Rumaan Alam ist eine der packensten neuen literarischen Stimmen der USA.

Bestellen
EMPFEHLUNG

Berlin, 1985. Zwischen grauen Wänden, Neonlicht und der ständigen Angst, beobachtet zu werden, wagt Tassilo das Ungeheuerliche: Er liebt – offen, zärtlich, schwul. Victor Schefé erzählt in »Zwei, drei blaue Augen« eine Geschichte, die zugleich persönlich und politisch ist: ein Roman über Mut, Freiheit und den Preis, den man zahlt, wenn man sich selbst treu bleibt. Briefe, Stasiakten, Popmusik und erste große Lieben verweben sich zu einem Soundtrack des Aufbegehrens – irgendwo zwischen Rostock, Prag und einem Kuss im Družba-Warenhaus. Schefé, Schauspieler, Freigeist, Legende in Arbeit, blickt zurück – ohne Nostalgie, aber mit glühender Klarheit. Und ja, er weiß, dass Wut auch Energie ist. Dass Schreiben manchmal die lauteste Form von Überleben ist. In GEISTESBLÜTEN № 25 spricht Victor Schefé exklusiv über den jungen Mann, der er war, über die Sehnsucht, frei zu atmen, und darüber, warum Popmusik und queere Liebe Revolutionen anzetteln können.
Ein Buch wie ein Herzschlag.

Bestellen
EMPFEHLUNG

Was passiert mit einer Kunstszene, wenn Räume knapp werden, Förderungen schwinden und die kreative Energie trotzdem brodelt? Dale Grant hat sich dieser Frage gestellt mit der Kamera, seinem Blick und seiner unbestechlichen Neugier. In »Face: the Berlin Art Scene« porträtiert er über 200 Künstler:innen beim Malen, Hämmern, Schweißen, Denken oder einfach beim Tee. Ein Kaleidoskop Berlins, bekannte Namen, experimentierfreudige Newcomer, leise Stimmen, entschlossene Individualisten.
Grant pendelt zwischen Berlin und Rotterdam, zwei Städte mit je eigener künstlerischer Sprache, eigenem Rhythmus und sehr unterschiedlichen Bedingungen für Kulturschaffende. Sein Buch, mit Vorworten von Elke Buhr und Larissa Kikol, zeigt: Hier mag es Posen geben, aber keine Effekthascherei. Es geht um Haltung, Überleben, Atemraum, um die Frage, wie Kunst und Freiheit in einer Stadt bestehen, die beides immer enger zieht. Für @geistesbluetenmag № 25 haben wir mit Dale Grant über seine Erfahrungen in der Berliner Kunstszene gesprochen, über die kleinen Momente vor der Kamera, die großen Fragen hinter der Kunst, warum Selbstporträts manchmal mehr sagen als tausend Worte und seinen absolut begnadeten Buchdesigner.

Bestellen
EMPFEHLUNG

Gaea Schoeters Roman »Trophäe« ist der Schuss, der die Stille zerreißt und die Bubble zum Platzen bringt, in der wir unser Werteverständnis und die Moral auf Kissen gebettet haben. In den Niederlanden sorgt der Roman bereits für großes Aufsehen. Der millionenschwere Amerikaner Hunter ist passionierter Jäger. Er hatte schon einiges vor der Flinte. Aber für die Big Five müsste er ein Nashorn schießen. Sein Kumpel Van Heeren hat eine folgendschwere Idee… aber der Triumph in Afrika wird von Wilderern durchkreuzt. Hunter könnte ausrasten! Da schlägt Van Heeren ihm die Big Six vor. Lisa Mensing hat diesen gewaltigen Roman ins Deutsche übersetzt. Ein Interview mit Gaea Schoeters erscheint im Geistesblüten Magazin No. 22, in dem sie auch über den grausamen Reiz des eigentlich Undenkbaren spricht.

Bestellen
EMPFEHLUNG

Herzlichen Glückwunsch an László Krasznahorkai zum Literaturnobelpreis 2025!

Bestellen
EMPFEHLUNG

Autor:innen lesen Geistesblüten. Wie Angela Steidele.
Im @geistesbluetenmag № 25 nimmt sie uns mit »Ins Dunkel«.
Wir sitzen im Kino.
Auf der Leinwand: Greta Garbo und Erika Mann, 1969, irgendwo in den Schweizer Alpen. Zwei Frauen, die das 20. Jahrhundert gelebt, geliebt, überlebt haben. Sie erinnern sich – an die Roaring Twenties, an Berliner Nächte, an den Moment, als der Ton den Stummfilm ablöste und die Welt zu flackern begann.
Angela Steidele erzählt diese Geschichte, als würde sie sie projizieren. Ihr Roman »Ins Dunkel« ist kein Buch, das man nur liest – er läuft, atmet, schneidet, überblendet. Ein Film auf Papier. Mit Special Effects aus Sprache, Rhythmus und Recherche. Sie inszeniert nicht nur, sie komponiert. Ihre Genauigkeit ist filmisch, ihr Wissen enzyklopädisch, ihr Stil unverwechselbar.
Garbo, Dietrich, Mann – drei Ikonen, drei Rollen im Spiel zwischen Begehren, Erinnerung und Macht. Und Steidele? Die Regisseurin im Hintergrund, die weiß, dass jede Szene politisch ist. Denn sie schreibt nicht über Glamour, sondern über Verantwortung. Über Kunst, die leuchtet, während die Welt ins Dunkel glitt – und wieder gleitet.
»Ins Dunkel« ist eine Hommage an das Kino, an die queere Kulturgeschichte und an die Kunst, sich nicht zum Schweigen bringen zu lassen.

Bestellen
EMPFEHLUNG

Wie zeigt man etwas, das längst alle sehen? Wie benennt man das Unheimliche, wenn es längst Nachbar geworden ist? Martina Clavadetscher, Schweizer Buchpreisträgerin und eine der bedeutendsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, stellt in ihrem neuen Roman eine unbequeme, fast unerträgliche Frage: Was geschieht, wenn die Vergangenheit nie vergangen ist?

Bestellen
EMPFEHLUNG

Tash Aw wurde als Kind malaysischer Eltern 1971 in Taiwan geboren und wuchs in Kuala Lumpur auf. Er studierte Jura in Großbritannien, veröffentlichte mehrere Romane. Er wurde zweimal für den Man Booker Prize nominiert. In »Fremde am Pier« (übersetzt von Pociao und Roberto de Hollanda) erzählt er mit Blick auf seine malaysisch-chinesische Familie eine zutiefst persönliche Geschichte des modernen Asiens. Vielleicht beginnt alles an der Universität in England. Da sitzt er beim Lunch inmitten von Kommilitonen, die ihren Stammbaum Generation um Generation herunterbeten können. Und er? Weiß nicht einmal genau, wo seine Großmutter aufgewachsen ist. Tash Aw macht sich auf die Suche, und was er findet, ist nichts weniger als der Kontinent, den er in sich trägt. Von einer Taxifahrt durch das heutige Bangkok über die Besuche bei Kentucky Fried Chicken im Kuala Lumpur seiner Kindheit bis zu den gefährlichen Bootsüberfahrten von China nach Malaysia, die seine Großväter in den Zwanzigerjahren antraten.

Bestellen
EMPFEHLUNG

Nicht das erste Mal zieht dieses besondere Trio die Blicke auf sich. Meron Mendel und Saba-Nur Cheema blättern konzentriert im @geistesbluetenmag №25, Sasha Marianna Salzmann studiert aufmerksam die Seiten. Jedem von ihnen fällt sofort etwas ins Auge: Das zweisprachige Kulturmagazin bietet dichte, vielschichtige Einblicke in Identität, Zugehörigkeit und künstlerische Reflexion.
Die gemeinsame Auseinandersetzung macht den Moment spürbar. Mendels analytische Präzision, Cheemas klare, pointierte Perspektive und Salzmanns kreative Sensibilität verschränken sich zu einem harmonischen Ganzen. Für alle drei ist es eine Art doppeltes Wiedersehen: Sie mögen und schätzen sich sehr und haben alle in früheren Geistesblüten Einblicke in ihre Gedanken gegeben. Danke für diesen besonderen Moment.

Bestellen
EMPFEHLUNG

Schon der erste Satz sitzt: Wenn Ärger in die Stadt kommt, nimmt er meist die North-Shore-Linie. Damit ist der Ton gesetzt – rau, filmisch, abgründig komisch. In »Schattennummer« schickt Thomas Pynchon seinen Detektiv Hicks McTaggart durch das Jahr 1932: von Chicago nach Milwaukee, von Schmugglerkneipen über Swingclubs bis ins faschistisch aufgeladene Europa.

Bestellen
EMPFEHLUNG

»Viel Leidenschaft, Notwendigkeit, Sehnsucht, Glück, Neugierde und immer wieder Leidenschaft. Für das, was man tut, was man sucht. Erzählen von Geschichten im Stillstand. Im besten Fall genau den Moment erwischen, den man sich erhofft hat und oft hat auch kommen sieht. Ich glaube, dass geht allen Standfotografen so. Für mich sind diese Momente wie ein aufziehendes Gewitter. Man hört das Grollen und fiebert dem Moment entgegen, in dem der Blitz einschlägt. Man beobachtet und dann ist es da. Ein Wimpernschlag des Schauspielers, eine leichte Drehung des Kopfes, 2 Schritte mehr, um in einem guten Winkel oder im perfekten Licht zu stehen. Ich liebe das. Vor allem, wenn unsere Suche, das Warten, die Ausdauer und die manchmal sehr verkrampfte, bewegungslose Körperhaltung, bei der man oft versucht, nicht zu atmen, belohnt wird. Man stand an der richtigen Stelle und blieb fast oder gar unbemerkt. Wie ein Ninja. Aber dennoch Teil des Prozesses und des Ganzen. Das muss nicht gleich beim allerersten Take sein. Darum ist es wichtig alles mitzunehmen. Jeder Take ist anders und hat seine eigene Berechtigung fotografiert zu werden. Ich glaube an das Erkennen von Rhythmen, Inhalten und Räumen zugleich, die sich in einer wiederholenden Situation, einer Filmszene oder auch bei einem Portrait so darstellen lassen, dass man Alternativen ausschließen mag und das Gefühl hat, ja, genau das ist es. Es ist wichtig, dass Szenen nicht nachgestellt werden, sondern man die volle Energie, Dynamik und Emotion der Schauspieler, die sie in einer Szene rausholen, zeitgleich einfängt. Man muss jedes Mal aufs neue eine fotografische Balance zwischen seinem eigenen Stil und dem noch Fremden finden. Man muss sich unterordnen—und seine Arbeit an das jeweilige Set angleichen können.«

Bestellen
EMPFEHLUNG

Anja Kampmanns »Die Wut ist ein heller Stern« (Hanser) entführt in das Hamburg der 1930er-Jahre, in das raue Hafenviertel von St. Pauli. Im Mittelpunkt steht Hedda, eine junge Seiltänzerin im Varieté »Alkazar«, die zwischen Armut, Gefahr und der drohenden Macht der Nazis ihren Weg sucht. Hedda kämpft um Freiheit, trotzt vorgegebenen Rollen und sorgt für ihren kleinen Bruder Pauli, während Freunde und Familie zunehmend unter Druck geraten.

Bestellen
EMPFEHLUNG

Er sieht nicht nur nach zehn von zehn Punkten aus, Jörg Hartmann schreibt auch so. »Der Lärm des Lebens« nennt er seine mitreißenden Erinnerungen in Prosa, die bei Rowohlt Berlin erschienen. Er könnte auf dicke Hose machen, macht er aber nicht.
Wir sprachen mit ihm über Kindheit, seine Eltern und Großeltern und über die Kondition, die es braucht, wenn man Schauspieler:in werden möchte. Irgendwann wird er vielleicht den Bulettenrekord seines Vaters toppen. Ganz sicher sitzt der Ex-Handballdtrainer jetzt auf einer Wolke und jubelt seinem Sohn zu. Zurecht! Im Geistesblüten Magazin No.22 verrät Jörg Hartmann, wen er auf eine einsame Insel mitnehmen würde. Der Mann ist ein Fuchs!

Bestellen
EMPFEHLUNG

Pascal Garnier erhöht von Seite zu Seite die Temperatur. Komplex wie Patricia Highsmith, knackig wie Georges Simenon. Seine Noir-Novellen spielen in kleinen Küstenstädten und in der Landschaft der Ardeche. HIer genießt Éliette ihre Rente, allerdings nicht ohne Bitterkeit. Ihr Ehemann ist tot, die Kinder leben weit entfernt. Keine Freunde weit und breit. Und noch dazu kein Sex. Eines Tages, als über dem Dorf ein Gewitter niedergeht, gewährt sie einem attraktiven Vierzigjährigen, der sich auf dem Land verfahren hat, bei sich Unterschlupf. Doch kaum hat der Kleinganove Éliettes Haus betreten, explodiert ihre Welt geradezu: Der Sohn der Nachbarn kommt bei einem Autounfall ums Leben, eine durchgedrehte junge Frau nistet sich bei ihr ein und auf einmal tauchen zwei Kilo Kokain auf.Achtung vor dem Alter, das nur scheinbar schläft …… in diesem Alter schreit man nicht mehr, man stöhnt nicht mehr, man vögelt ganz leise, damit einen der Tod nicht hört.

Bestellen
EMPFEHLUNG

Paul Auster und sein Schwiegersohn Spencer Ostrander haben sich noch tatkräftig an unserer Magazinausgabe No. 22 beteiligt. Spencer Ostrander schrieb für uns ein exklusives Essay über das gemeinsame Buch »Bloodbath Nation«, Paul Auster redigierte und steuerte seine Erzählung »1970« bei. Eine große Geste, die wir den beiden sicher nicht vergessen werden.

Bestellen
EMPFEHLUNG

Sie schrieb über die erste Schweizer Pfarrerin, deren Wahl durch die Gemeinde einen Skandal auslöste. Jetzt sprach sie mit viel Wärme und gaz ohne Pathos mit 15 »Queer Kids« über Geschlechtsidentität, sexuelle Orientierung und Selbstausdruck. Sie alle wünschen sich eine Zukunft, in der jeder Mensch sich selbst sein kann.

Bestellen
EMPFEHLUNG

Wien, 2025: Im Kaffeehaus duftet der Melange, der Schmäh sitzt, und irgendwo erzählt ein junger Psychologe seine Geschichte. Oder eine, die seine sein könnte. In »Botanik des Wahnsinns« führt Leon Engler in die feinen Risse zwischen Normalität und Wahnsinn, zwischen Erbe und Eigenwille.

Bestellen